Von "Lippstadt Live" zum Kneipenfestival
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Von der Redaktion am 26. Februar 2026, 12:10 Uhr
Diese Gastronomen stellten im Februar 2003 die "Nacht der Nächte" auf die Beine, die in Wirklichkeit nicht das erste, sondern bereits das zweite Lippstädter Kneipenfestival bedeutete (von links): Peter Meyer, Michael Brandt, Ralf Stotz, Rainer Oelmann und Ertan Özgünaydin. Foto: Archiv
Von Christoph Motog
Lippstadt - Nach fünfjähriger Unterbrechung wagte der Städtische Verkehrsverein um seine Vorsitzenden Alexander Lempke und Markus Macherauch 2025 den Neustart des Lippstädter Kneipenfestivals. Das Comeback verlief dermaßen erfolgreich, dass das Spektakel schon wieder so zum Lippstädter Jahreslauf zu gehören scheint wie Altstadtfest, Herbstwoche oder Weihnachtsmarkt.
"Nacht der Nächte"
Die Geschichte des heimischen Kneipenfestivals begann im Herbst 2002 unterm Motto „Lippstadt Live“. 25 Bands spielte in drei Bussen und 22 Lokalen, von denen es heute über die Hälfte nicht mehr gibt, darunter Faust, Blattschuss, Bernhard II., Werkstatt, Indian House, Tenne, Co Cos, Don Quijote, Barista, Köneckes, Magic und Schmiede. Veranstalter der Premiere war die Firma „Esprit Event“ aus Leer. Doch „was die Ostfriesen können, das können wir auch“, dachten sich daraufhin einige engagierte Lippstädter Gastronomen und nahmen die Sache selbst in die Hand. Keine fünf Monate später war es so weit: Bei der „Nacht der Nächte“ verwandelte sich die City am 14. Februar 2003 in eine Livemusik-Meile. Dass auf dem Werbeplakat vom „1. Lippstädter Kneipenfestival“ die Rede war, stimmte zwar nicht, aber das dürfte höchstens die abservierte ostfriesische Agentur gestört haben. Unter Lippstädter Regie mischten nun auch eine Reihe heimischer Bands mit, darunter The Why und bShock.
Neuer Name
Fortan stieg das Festival zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst. 2010 übernahm Tanja Rohwedder-Burger die Organisation, und über zehn Jahre lief die Reihe fortan unterm Namen „Kneipenfestival Lippstadt“. Dann kam Corona, und der für den 7. März 2020 geplante Termin gehörte zu den allerersten Veranstaltungen, die aufgrund der Seuche abgesagt wurden. Aber auch nach der Pandemie passierte einstweilen nichts – bis sich der Verkehrsverein ein Herz fasste und 2025 zum „Lippstädter Kneipenfestival“ blies.