Leerstände: Rückgang in Sicht
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Von: Christoph Motog am 30. Mai 2026, 18:50 Uhr
Geduld ist vonnöten, stehen nicht wenige Ladenlokale doch schon seit Jahren leer. ﹘ Foto: Christoph Motog
Lippstadt - Die Leerstände in der Lippstädter Innenstadt bleiben ein Dauerthema. Der augenfälligste unter den neueren Fällen befindet sich seit Januar 2026 an der Poststraße 18, wo Uli und Siriwan Eck rund 35 Jahre das Ethno-Kunsthandwerkgeschäft Bambu betrieben.
Nun steht das Gebäude zum Verkauf. Derweil hat sich in den vergangenen Monaten auch der eine oder andere Leerstand erledigt, zum Beispiel in der Lippe-Galerie, wo „The Coach Kitchen“ mit Wraps, Bowls, Falafeln und Shakes lockt.
Viele Altfälle
Zur Gesamtsituation: Seit unserer letzten Bestandsaufnahme (Ende November 2025) hat sich nur wenig geändert: Insgesamt gibt es derzeit 51 Leerstände im Viereck zwischen Cappelstraße, Woldemei, Lippertor, den Südertor-Ladenzeilen und dem Bahnhofsbereich – im vergangenen Spätherbst waren es 52. Die große Mehrheit (jetzt 44) der unvermieteten Ladenlokale gehört zur Kategorie der Langzeitfälle (gemeint sind Flächen, die seit mindestens sechs Monaten, nicht selten aber schon jahrelang verwaist sind). Angemerkt sei, dass nur ein Teil der neuen Fälle wirtschaftliche Gründe hat. Manchmal steckt auch ein Umzug oder der Eintritt in den Ruhestand dahinter.
Ein Supermarkt
Die Zahlen sind einmal mehr nur bedingt aussagekräftig, da mittelfristig diverse Projekte zu einer Leerstands-Verringerung führen können. So plant der Anröchter Kaufmann Nico Heiderich beispielsweise, den Südertor-West-Komplex ab Ende 2026 grundlegend umzubauen und einige Ladenlokale zu verbinden, um dort 2027 einen großen Rewe-Markt zu eröffnen. Aussicht auf eine grundlegende Sanierung gibt es dem Vernehmen nach für den heruntergekommenen Komplex an der Ecke Cappelstraße/Nicolaiweg, wo früher ein Antikhandel ansässig war.