Holzschweine sollen auferstehen
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Von: Christoph Motog am 6. Mai 2026, 11:31 Uhr
Die alten Holzschweine werden ausrangiert, doch es wäre schön, wenn die drei Veteranen einen angemessenen Gnadenplatz in Lippstadt bekommen würden. ﹘ Foto: Sabrina Klante
Lippstadt - „Ab sofort bis Mai nicht in der Stadt!“, meldete die Stadt Lippstadt Mitte März via Facebook: „Die Lippstädter Schweine machen sich auf geheimer Reise – frisch gepackt und bereit, als ganz neue Schweine zurückzukehren.“
Wohin die Fahrt geht, wurde nicht verraten, aber: „Eines ist sicher: Sie treffen eine ganz besondere Person – die wichtigste für sie …“ Wir lasen es und sah‘n betroffen / noch ganz viele Fragen offen. Neun Tage später schenkte uns die Stadt reinen Holzschweinwein ein: „Was mit den legendären Lippstädter Schweinen passiert ist, bleibt nun kein Rätsel mehr … Sie sind nicht im Urlaub, sie sind nicht einfach verschwunden, sondern bei ihrem Schöpfer Peter Meier in Frankfurt am Main – und werden komplett neu erschaffen! Nach 40 Jahren ist das Holz morsch und die Schäden groß – Zeit für eine Transformation. Und dafür ist niemand besser geeignet als Peter Meier.“
„Ich habe mich sehr gefreut, diese Schweine nach 40 Jahren wiederzutreffen“, teilt Peter Meier den Lippstädtern in einer Videobotschaft mit. Er übernehme ja heutzutage nur noch Aufträge, die ihm wirklich Spaß machen. Und die „rollende Schweinerei“, wie der Bildhauer das von ihm geschaffene Trio ursprünglich nannte, macht ihm nicht nur Spaß, sie dürfte eine Herzensangelegenheit sein. Anfang April folgte ein Beweisfoto aus des Schöpfers Werkstatt. „Das kleinste Schweinchen nimmt schon Form an“, stand darunter. Was da zu sehen ist, lässt hoffen: Das neue kleine Schweinchen dürfte dem alten kleinen Schweinchen aller Voraussicht nach sehr, sehr ähnlich sehen. Woraus zu schließen ist, dass auch die zwei Geschwister geradezu als Reinkarnation nach Lippstadt zurückkehren werden.
Was aber geschieht mit dem alten Trio, wenn demnächst das neue Trio die Lange Straße rauf und runter rollt? Es wäre doch schön, wenn die drei Veteranen einen angemessenen Gnadenplatz in Lippstadt bekommen würden. Vielleicht im Foyer des neuen Stadthauses? Das würde uns freuen.